Pflegeteam O.
Sie sind hier: Startseite » Gesetzliche Regelungen » Pflegegeld

Pflegegeld

Pflegestufe 1 – Voraussetzungen & Leistungen

Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Pflegestufe 1 (erhebliche Pflegebedürftigkeit) werden erfüllt, wenn der Hilfebedarf der pflegebedürftigen Person täglich mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege (Ernährung, Körperpflege und Mobilität) umfasst. Außerdem muss der oder die Pflegebedürftige mehrmals wöchentlich Unterstützung bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beanspruchen. Zusätzlich muss der tägliche zeitliche Aufwand innerhalb einer Woche durchschnittlich wenigstens 90 Minuten ausmachen, hierbei müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten angerechnet werden.
Pflegeleistungen für die Pflegestufe 1:

Pflegegeld: 244 €/Monat
Pflegesachleistungen: bis zu 468 €/Monat
Pflegeleistungen bei erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf:

Pflegegeld: 316 €/Monat
Pflegesachleistungen: bis zu 689 €/Monat


Pflegestufe 2 – Voraussetzungen & Leistungen

Die Pflegestufe 2 (Schwerpflegebedürftigkeit) kann in Anspruch genommen werden, wenn wenigstens drei Mal am Tag und zu unterschiedlichen Zeiten Unterstützung bei der Grundpflege notwendig ist sowie mehrmals wöchentlich Hilfe in der Hauswirtschaft. Bei Pflegestufe II liegt der wöchentliche Zeitaufwand für diese Unterstützung pro Tag durchschnittlich wenigstens bei drei Stunden, der Bereich der Grundpflege muss hierbei mindestens zwei Stunden täglich ausmachen.
Pflegeleistungen für die Pflegestufe 2:

Pflegegeld: 458 €/Monat
Pflegesachleistungen: bis zu 1.144 €/Monat
Pflegeleistungen bei erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf:

Pflegegeld: 545 €/Monat
Pflegesachleistungen: bis zu 1.298 €/Monat

Pflegestufe 3 – Voraussetzungen & Leistungen

In die Pflegestufe 3 (Schwerstpflegebedürftigkeit) fallen alle Personen, die bei der Grundpflege, also in den Teilbereichen Ernährung, Körperpflege und Mobilität, rund um die Uhr Hilfe benötigen und ebenfalls mehrmals wöchentlich Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Die Pflege muss am Tag durchschnittlich mindestens fünf Stunden in Anspruch nehmen, vier Stunden müssen dabei der Grundpflege zugerechnet werden können.

Die erforderlichen Leistungen für die Grundpflege müssen nicht von einem Pflegedienst geleistet werden. Der Bedarf kann, nachdem er einmal von der Pflegeversicherung festgestellt wurde, nach dem Wunsch des Pflegebedürftigen abgedeckt werden. Häufig kann der Pflegeaufwand, der in der Pflegestufe III anfällt, jedoch nicht alleine von den Angehörigen der betroffenen Person gedeckt werden. In solchen Fällen ist es ratsam, über das Hinzuziehen eines ambulanten Pflegedienstes nachzudenken.
Pflegeleistungen für die Pflegestufe 3:

Pflegegeld: 728 €/Monat
Pflegesachleistungen: bis zu 1.612 €/Monat

Die Pflegeleistungen mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf betragen genauso viel.

Die Härtefallregelung

Liegt bei einem Menschen die Pflegestufe 3 vor und ist zudem ein besonders intensiver und hoher Aufwand für die tägliche Pflege notwendig, kann die sogenannte Härtefallregelung in beantragt werden.
Für Personen, die unter diese Regelung fallen, gibt es höhere angepasste Sätze seitens der Pflegeversicherung. Voraussetzung für einen Härtefallantrag ist, dass grundpflegerische Unterstützung wenigstens sechs Stunden am Tag erforderlich ist, wovon sie mindestens drei Mal während der Nacht erfolgen muss. Das heißt also, dass rund um die Uhr eine Pflegeperson zur Verfügung stehen muss. Bei vollstationär gepflegten Personen in wird auch die dauerhafte medizinische Behandlungspflege als Teil dieser aufzuwendenden Zeit betrachtet und demzufolge mit in den Zeitaufwand eingerechnet.

Ein Anspruch auf Leistungen nach der Härtefallregelung ist ebenfalls gegeben, wenn die Grundpflege für den Pflegebedürftigen in den Nachtphasen nicht mehr von nur einer Pflegekraft bewältigt werden kann. Es muss also eine zusätzliche Pflegekraft Hilfe leisten, wobei es wichtig ist, dass bei mindestens einer Verrichtung – egal ob am Tag oder in der Nacht – eine Person eine Aufgabe verrichtet, die nicht professionell als Pflegekraft tätig ist. Hierzu zählen vor allem die Angehörigen der oder des Pflegebedürftigen.

Pflegestufe 0

Durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz haben seit Januar 2013 erstmals Personen mit der Pflegestufe 0 einen Anspruch auf Pflegegeld und Pflegesachleistungen. In die Pflegestufe 0 fallen Patienten, die keinen oder einen nur sehr geringen Pflegebedarf haben, ihren Alltag jedoch trotzdem nicht selbstständig bewältigen können und auf Hilfe angewiesen sind. Diese Personen erfüllen jedoch noch nicht die Voraussetzungen der Pflegestufe 1.

Betroffen sind von dieser Regelung überwiegend demenzkranke, psychisch erkrankte oder geistig behinderte Menschen, die durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz eine eindeutige Besserstellung erfahren.

Über die üblichen Pflegeleistungen hinaus können Ansprüche auf Verhinderungspflege, Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln sowie zur Verbesserung des Wohnumfeldes bei der Pflegeversicherung geltend gemacht werden.
Pflegeleistungen für die Stufe 0 mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf:

Pflegegeld: 123 €/Monat
Pflegesachleistungen: bis zu 231 €/Monat