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Ist die Pflege gesetzlich geregelt?

Gesetzliche Grundlagen sind im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt:

im fünften Buch (SGB V) ist die gesetzliche Krankenversicherung (und häusliche Krankenpflege), geregelt
im elften Buch (SGB XI) ist die soziale Pflegeversicherung (und Grundpflege), geregelt

Die Grundpflege, was ist zu beachten?

Ist die Pflege gesetzlich geregelt?
Gesetzliche Grundlagen sind im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt:
im fünften Buch (SGB V) ist die gesetzliche Krankenversicherung (und häusliche Krankenpflege), geregelt
im elften Buch (SGB XI) ist die soziale Pflegeversicherung (und Grundpflege), geregelt.

Was bedeutet häusliche Krankenpflege?
Die häusliche Krankenpflege / Behandlungspflege (z.B. Insulingabe, Wundversorgung, Medikamentengabe, Anlegen von Kompressionsstrümpfen) wird auf ärztliche Verordnung hin durchgeführt, wobei die vom Arzt vorgeschriebenen Leistungen von der Krankenkasse des Patienten genehmigt werden müssen. Dann werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Ein Eigenanteil oder Zuzahlung für die ärztliche Verordnung / Dienstleistung ist gesetzlich geregelt (z. B. 10 € Gebühr pro Verordnung, 2% der Gesamtrechnung werden vom Pflegedienst berechnet). Es empfiehlt sich hier ein Antrag auf Befreiung zu prüfen.
Über ärztliche Verordnungen und die damit verbundenen Leistungen werden wir von den Arztpraxen, dem Krankenhaus oder auch direkt vom Patienten informiert.

Die Grundpflege, was ist zu beachten?
Die Basis der Grundpflege ist das oben genannte soziale Pflegegesetz. Die Grundpflege richtet sich nach dem Leistungskatalog und der jeweiligen Pflegestufe (PS) des Patienten (PS 1 bis 3). Nach der Einstufung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), kann der Patient / Angehörige sich Leistungen, die er braucht zusammenstellen. Zu diesem Zweck erfolgt ein Erstbesuch, bei welchem der Patient / Angehörige von den leitenden Mitarbeiterinnen unseres Pflegedienstes beraten wird und die erforderlichen Pflegeleistungen abgesprochen werden. Leistungkatalog als PDF öffnen [13 KB]

Mit dem Patienten wird dann ein Pflegevertrag abgeschlossen, der die Pflegeleistungen festlegt und den daraus entstehenden Eigenanteil berechnet. Die Pflegekasse des Patienten bezahlt alle Sachleistungen des Pflegedienstes bis zur Höhe des maximalen Pflegegeldes der zutreffenden Pflegestufe. Wird das finanzielle Volumen der PS nicht ausgeschöpft, wird dieser prozentuale Anteil als Pflegegeld an die zu pflegende Person ausgezahlt. sach_und_geldleistungen.pdf [74 KB]

Aber auch…
für ambulant gepflegte bzw. versorgte Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oderpsychischen Erkrankungen besteht ein je nach Umfang des allgemeinen Betreuungsbedarfs gestaffelter – zusätzlicher Leistungsanspruch (§ 45b SGB XI). Mit dieser Leistung werden insbesondere für die Pflegeperson/-en zusätzliche Möglichkeiten zur Entlastung geschaffen und für Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz aktivierende und qualitätsgesicherte Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt.

Anspruch auf die Leistung nach § 45b SGB XI haben Pflegebedürftige der Pflegestufen I, II und III und Personen, die einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung haben, der nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht, mit einem auf Dauer bestehenden erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung.
Diese besondere Betreuung liegt zwischen 1-2 Stunden wöchentlich und wird durch unser ausgebildetes Personal nach Absprache mit Ihnen durchgeführt.

Was sind die Kosten und was bekomme ich?

Wie sind die Kosten und was bekomme ich?

Die Pflegeversicherung stellt einem Versicherten je Pflegestufe einen bestimmten Betrag zur Verfügung. Diesen Betrag kann er als Geldleistung direkt ausbezahlt bekommen oder als Sachleistung für den Einsatz des Pflegedienstes verrechnen.

Wenn der Pflegedienst Leistungen übernimmt, so stehen Ihnen folgende Gelder (Sachleistung) je Pflegestufe zu:

für Pflegeeinsätze der Pflegestufe I bis zu einem Gesamtwert von 450 Euro
für Pflegeeinsätze der Pflegestufe II bis zu einem Gesamtwert von 1.100 Euro
für Pflegeeinsätze der Pflegestufe III bis zu einem Gesamtwert von 1.550 Euro
wenn ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand vorliegt, der das übliche Maß der Pflegestufe III (Härtefall) weit übersteigt, dann können Pflegeeinsätze bis zu einem Gesamtwert von 1.918 Euro monatlich gewährt werden.


Sollten Sie auf den Pflegedienst verzichten können, z.B. eine Angehöriger kann die Pflege / Hauswirtschaft übernehmen, so stehen Ihnen (Geldleistungen)
in der Pflegestufe I - 235 Euro,
in der Pflegestufe II - 440 Euro
und in der Pflegestufe III - 700 Euro

zur Verfügung (Stand Februar 2012).

Eine Kombination aus Leistungen ist immer möglich, z.B. wird die Pflege vom Pflegedienst erbracht und die Hauswirtschaft von Angehörigen. In diesem Fall würden wir Sie gerne ausführlich beraten (zu pflegerischen und auch zu den finanziellen Belangen). Gerne können Sie sich auf der Tabelle „Prozentuale Anteile der Sach- und Geldleitungen“ einen Überblick verschaffen. sach_und_geldleistungen.pdf [74 KB]

Gibt es immer einen Eigenanteil des Patienten?

Gibt es immer einen Eigenanteil des Patienten?

Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung und häuslichen Krankenpflege bezahlt der Patient einen gesetzlichen Eigenanteil nicht nur für die bereits erwähnte ärztliche Verordnung sondern auch für den ersten Arztbesuch im Quartal, für ein Rezept oder für Hilfsmittel von Sanitätshäusern. Freistellungen vom Eigenanteil sind auf Antrag möglich. Durch die Pflegestufe steht einem ein festgelegter Betrag zur Verfügung – man muss diesen Betrag nicht voll ausschöpfen.

Für die Grundpflege, wenn sie von unserem Pflegedienst erbracht wird, berechnen wir einen Eigenanteil / Investitionskostenpauschale. Die Investitionskostenpauschale beträgt zurzeit beim Pflegedienst Äskulap 7,1% der Gesamtsumme für die Pflegeleistungen der Grundpflege.

Auf Wunsch des Patienten können durch unseren Pflegedienst mehr Leistungen erbracht werden, die über den finanziellen Rahmen der Pflegestufe des Patienten hinausgehen. Diese Mehrleistungen sind durch den Patienten selbst zu bezahlen. Um den Betrag der Mehrleistungen erhöht sich dann für den Patienten der Eigenanteil an den Kosten.

Wie bekomme ich einen Pflegevertrag?

Wie bekomme ich einen Pflegevertrag?

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie Ihre Körperpflege und häuslichen Aufgaben nicht mehr selbst verrichten können, dann können Sie mit unserem Pflegedienst Kontakt aufnehmen. Wir besuchen Sie dann zu Hause und schätzen mit Ihnen gemeinsam Ihre persönliche Situation ein. Es ist zu empfehlen, Familienangehörige bei dem Gespräch hinzuzuziehen.

Besteht die Chance auf Zuerkennung einer Pflegestufe, helfen wir Ihnen bei der Antragstellung bei Ihrer Pflegekasse. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft Ihre Situation in unserem Beisein. Sollte wider Erwarten eine Pflegestufe abgelehnt werden, können Sie Widerspruch einlegen. Wir beraten und helfen Ihnen gerne beim Widerspruchsverfahren.

Wird eine Pflegestufe zuerkannt, besprechen wir gemeinsam den Umfang der Pflegeleistungen. Bereits ab dem Tag der Antragstellung der PS können wir in besonderen Fällen Pflegeleistungen übernehmen, weil eine PS in der Regel ab dem Tag der Antragstellung gewährt wird.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit der pflegerischen Betreuung durch unseren Pflegedienst, wenn Sie keine Pflegestufe haben bzw. keine Aussicht auf Zuerkennung einer PS besteht. Das setzt allerdings voraus, dass Sie selbst finanziell in der Lage sind, die Kosten der lt. Katalog vereinbarten Leistungen selbst zu tragen (außer bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz / demenzbedingten Fähigkeitsstörungen wird Ihnen eine Betreuungszeit bezahlt s.o.).

Zum Schluss

Zum Schluss

Wir freuen uns, wenn wir Sie beraten können. Wir helfen Ihnen gerne, auch wenn Sie sich später für eine andere Lösung entscheiden sollten. Rufen Sie unverbindlich an und / oder machen Sie einen Termin und /oder kommen Sie bei uns vorbei.


Oliver Müller und Thomas Heck:
Mobil: 0160 / 96 08 33 75
Telefon: 0208 / 63 55 78 40
E-Mail: info@pflege-oberhausen.de

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